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Evang.- Luth. Pfarramt Apfelstädt
mit den Kirchgemeinden

  

Apfelstädt                                            Kornhochheim

  

Wandersleben                                                   Großrettbach

 

Liebe Gemeinde!


1517 – 2017: Reformation geht weiter!
Vor 500 Jahren stellte sich der Christ Martin Luther die Frage: Was meint die Bibel, wenn es heißt, Gott sei gerecht? Zeigt er seine Gerechtigkeit, indem er die Sünder straft? Oder setzt Gott seine Gerechtigkeit durch, indem er Sünder von ihren Sünden befreit und zu Gerechten macht? Im Brief des Apostels Paulus an die Römer zitiert Paulus den Propheten Habakuk: „Der Gerechte wird aus dem Glauben leben“. (Habakuk 2,4 / Römer 1,17)
Plötzlich begriff Luther die Gerechtigkeit Gottes als eine schenkende und befreiende Tat. Gott macht den mit Schuld beladenen Menschen zu einem Gerechten, indem er ihn trotz aller Schuld annimmt und liebt.
Luther fühlte sich verwandelt. Seine Erkenntnis wurde zum Ausgangspunkt einer neuen Sicht auf Gottes Handeln. Die Erkenntnis „Der Gerechte wird aus dem Glauben leben“ wurde zum Schlüssel der Reformation.
Weiterhin hat Luther für das Verständnis des Glaubens 4 Eckpfeiler formuliert: CHRISTUS ALLEIN, DIE SCHRIFT ALLEIN, ALLEIN DURCH GLAUBEN, ALLEIN AUS GNADE!
Gegen eine Theologie, die verschiedene Autoritäten anerkannte, setzte Luther die Erkenntnis: „Christus allein ist Herr der Gemeinde, Grund der Rechtfertigung und Maßstab der Ethik. Christus ist der einzige Mittler zwischen Gott und Mensch.
Gegen eine mit kirchlichen Traditionen argumentierende Theologie hat Luther das Schriftprinzip gesetzt: Die Bibel allein soll in Glaubensfragen entscheidend sein. Nicht die Tradition macht selig, sondern die befreiende Botschaft.
Gegen eine Theologie, die von der Heilsnotwendigkeit guter Werke sprach, wurde von Luther der Glaube als allein angemessene Antwort auf Gottes Gnade benannt.
Allein durch Glauben wird der Mensch gerettet.
Und Luther erkannte, dass der Mensch ganz auf die Gnade Gottes angewiesen ist.
Noch auf seinem Sterbebett hat er als ein ganz persönliches Zeugnis auf einen Zettel geschrieben: „Wir sind Bettler, das ist wahr“.
Betteln kommt von bitten. Wir dürfen uns mit unseren Freuden und Sorgen immer Gott anvertrauen.
Gottes Segen wünscht Ihr Pfarrer

 

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